Sind Weihnachtskarten noch zeitgemäß?

Weihnachtskarten wirken persönlicher als eine schnelle Nachricht – kosten aber Zeit, Papier und Geld. Lohnt sich das heute noch? Laut einer Bitkom-Befragung von 2024 verschicken 62 % der Menschen, die Heiligabend feiern, ihre Grüße digital statt per Karte. Aber wer Karten von nahestehenden Menschen bekam, fühlte sich, laut einer anderen Studie, stärker mit anderen verbunden. Für mich ist das ein guter Grund, genauer hinzuschauen: Was spricht für Weihnachtskarten, was dagegen – und wie bleiben Grüße persönlich, ohne unnötig Ressourcen zu verbrauchen?

Kurz gesagt

Ja, Weihnachtskarten sind noch zeitgemäß – besonders, wenn du ein paar persönliche Zeilen schreibst statt einen Standardspruch zu verschicken. Gleichzeitig lohnt sich ein bewusster Blick auf Papier, Herstellung und Versand. Je nach Person kann auch ein digitaler Gruß die bessere Wahl sein.

Was für Weihnachtskarten spricht

Eine Erinnerung, die bleibt

Eine liebevolle Weihnachtskarte im Briefkasten fühlt sich an wie eine warme Umarmung. Persönliche Post auf Papier ist etwas Besonderes – vor allem, wenn darin Worte stehen, die man noch einmal lesen möchte. Solche Karten hebe ich gerne auf. Manche benutze ich sogar als Lesezeichen: So begegnet mir der Gruß noch lange nach Weihnachten wieder.

Freude schon vor dem Lesen

Zwischen Rechnungen und Werbung liegt plötzlich ein Umschlag mit einer vertrauten Handschrift. Du weißt noch gar nicht, was darinsteht, und freust dich schon beim Öffnen. Genau diesen kleinen Moment mag ich an Weihnachtspost: Jemand hat an dich gedacht und sich die Mühe gemacht, dir etwas zu schicken.

Ein kleines Ritual für mich selbst

Weihnachtskarten zu schreiben ist für mich auch eine Gelegenheit in der sonst stressigen Vorweihnachtszeit, kurz einmal zu entspannen. Ich setze mich mit einer Tasse Tee hin, denke an die Menschen auf meiner Liste und überlege, was ich ihnen wirklich sagen möchte.

Schon bei der Karte bewusst auswählen

Ich schaue bei Weihnachtskarten nicht nur aufs Motiv. Gerne wähle ich Kartensets, die soziale oder ökologische Projekte unterstützen. Genauso gern verschenke ich Karten aus Recyclingpapier oder Samenpapier, das sich später einpflanzen lässt. Und wer selbst gestalten möchte, kann eine Karte basteln und sie damit noch persönlicher machen.

Wertschätzung, die konkret wird

Eine Karte ist nicht automatisch persönlicher als ein Anruf oder eine Nachricht. Entscheidend ist, was du hineinschreibst: eine gemeinsame Erinnerung zum Beispiel oder ein ehrlicher Satz darüber, was du an diesem Menschen schätzt. Dann ist klar, dass dieser Gruß genau für ihn gedacht ist.

Wann Weihnachtskarten weniger sinnvoll sind

Wenn das Schreiben zur Aufgabe wird

Ein paar Karten in Ruhe zu schreiben, kann schön sein. Bei 20 oder 30 Karten sieht es anders aus: Adressen heraussuchen, für jede Person Worte finden, Briefmarken besorgen und rechtzeitig zur Post gehen. Wenn daraus vor Weihnachten nur ein weiterer Punkt auf der To-do-Liste wird, geht genau das verloren, was ich am Kartenschreiben mag.

Karten und Porto summieren sich

Eine einzelne Weihnachtskarte muss nicht teuer sein. Wenn du viele Menschen anschreibst, kommen zum Preis der Karten aber noch Porto hinzu. Besonders bei aufwendig gestalteten oder speziell produzierten Karten kann daraus ein größerer Betrag werden.

Papier und Verpackung mitdenken

Ich verschicke gerne Weihnachtskarten, möchte bei der Auswahl aber auch an die Umwelt denken. Eine Karte braucht Papier; manche werden zusätzlich einzeln in Folie verpackt oder aufwendig beschichtet. Deshalb schaue ich genauer hin, bevor ich ein Set kaufe: Aus welchem Papier bestehen die Karten und wie sind sie verpackt?

Eine Zahl zur Einordnung: Laut Umweltbundesamt benötigt die Herstellung von Recyclingpapier im Durchschnitt 78 % weniger Wasser und 68 % weniger Energie als die Herstellung von Frischfaserpapier. Die Werte beziehen sich auf die Papierherstellung, nicht auf die gesamte Weihnachtskarte. Quelle: Umweltbundesamt

Ein persönlicher Gruß geht auch anders

Nicht jeder Weihnachtsgruß braucht eine Karte. Ein Anruf, eine Sprachnachricht oder eine Nachricht mit einer konkreten gemeinsamen Erinnerung kann genauso persönlich sein. Das ist besonders praktisch, wenn wenig Zeit bleibt oder jemand weit weg wohnt. Entscheidend ist für mich, dass der Gruß für diesen Menschen gedacht ist – nicht, auf welchem Weg er ankommt.

Nicht jeder möchte eine Karte aufheben

Manche Menschen freuen sich beim Lesen und entsorgen die Karte nach Weihnachten trotzdem. Andere leben bewusst mit wenigen Dingen und möchten gar keine weitere Karte im Regal haben. Das ist keine Abwertung deiner Mühe. Wenn du die Person gut kennst, kannst du besser einschätzen, ob sie sich über Post freut oder ob ein anderer Gruß für sie schöner wäre.

Meine Empfehlung: Weihnachtskarten aus Saatpapier

Wenn du noch eine Weihnachtskarte suchst, ist Saatpapier eine Möglichkeit, die ich absolut empfehlen kann.

Bei den Karten von Hey Little Green gefällt mir, dass der Gruß nach dem Lesen nicht einfach erledigt ist: Das handgeschöpfte Papier enthält Samen und lässt sich später einpflanzen.

Auf meinen Fotos siehst du die Vorder- und Rückseite der Karte.

Die wichtigsten Details und den aktuellen Shoplink findest du direkt darunter.

Weihnachtskarten
Weihnachtskarten
Geschenktipp Weihnachtskarte aus Saatpapier von Hey Little Green mit Tannenbaum-Motiv
Handgefertigt Einpflanzbar

Weihnachtskarte aus Saatpapier von Hey Little Green

  • Handgeschöpftes Saatpapier
  • Tannenbaum-Motiv mit Zimtbasilikum-Samen
  • Nach Weihnachten einpflanzbar
  • Format: ca. DIN A6
  • Umschlag im Shop wählbar

Ab 3,50 € Zuzüglich Versand · aktueller Preis im Shop

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Preisstand: September 2026. Für Menschen, die gern Pflanzen ziehen.

* Werbelink: Bei einem Kauf darüber erhalte ich eine Provision. Für dich entstehen keine zusätzlichen Kosten.

Fazit

Für mich ist eine Weihnachtskarte mehr als Papier – sie ist Gefühl zum Anfassen.

Ich nehme mir gern die Zeit, eine Karte auszusuchen und ein paar Zeilen zu schreiben, die wirklich für diesen Menschen gedacht sind. Genau darin liegt für mich die Wertschätzung. Trotzdem verschicke ich Karten nicht aus Pflichtgefühl: Wenn sich jemand über einen Anruf mehr freut, greife ich lieber zum Telefon.

Wie machst du es zu Weihnachten? Verschickst du noch Karten oder rufst du lieber an? Erzähl es mir gern in den Kommentaren.

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